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eine Frau mit türkisem Trägertop sitz am Strand und meditiert, mit dem Rücken zur Kamera, im Hintergrund sieht man das Meer, die Wellen schlagen ans Ufer

Nicht medikamentöse Schmerztherapie

Neben der medikamentösen Therapie sind psychologische und physikalische Behandlungsmethoden in der Schmerztherapie von entscheidender Bedeutung.

 

Psychologische Behandlungsmethoden

Wenn Schmerz zu einem ständigen Begleiter wird, leidet auch die Seele. Psychische Probleme, negative Gedanken oder Gefühle können Schmerzen aber auch verstärken oder sogar verursachen. In beiden Fällen kann Psychotherapie einen wertvollen Beitrag leisten, den Schmerzkreislauf zu durchbrechen. Vor allem bei chronischen Schmerzen oder der Gefahr, dass Schmerzen chronisch werden könnten, sollte eine psychologische oder psychotherapeutische Betreuung in Anspruch genommen werden.

  1. Kognitive Verhaltenstherapie

    Jeder von uns reagiert unterschiedlich auf Stress im Alltag. Auch Schmerz, ob chronisch oder akut, kann ein hoher Stressfaktor sein. Unsere Gedanken, Gefühle und unser Verhalten bestimmen dabei, wie mit Stresssituationen umgegangen wird und auch, ob Schmerzen bestehen bleiben oder sogar verstärkt werden.

    Bei der Kognitiven Verhaltenstherapie wird versucht, ungünstige Gedanken- und Verhaltensmuster im Umgang mit Schmerz aufzuspüren. Diese sollen dann in kleinen Schritten verändert werden. Der Schmerzpatient lernt dabei, seine negativen Muster zu erkennen und zu verwandeln, damit sie nicht länger schmerzverstärkend wirken. Ziel ist, den Teufelskreis aus Stress und Schmerz zu durchbrechen.

    Bei chronischen Schmerzerkrankungen soll somit eine spürbare Schmerzlinderung und trotz verbleibender Schmerzen ein aktiveres und erfüllteres Leben ermöglicht werden.

  2. Tiefenpsychologische Behandlung
    In der Tiefenpsychologie geht man davon aus, dass neben dem bewusst zugänglichen Teil unserer Psyche auch unbewusste Teile wirksam sind und Einfluss auf unser inneres Erleben und unser äußeres Handeln haben. Die Behandlung zielt darauf ab, einen Teil dieses Unbewussten erkennbar zu machen.

    Bei Schmerzerkrankungen wird beleuchtet, ob es einen zeitlichen Zusammenhang zwischen dem Beginn der Schmerzen und einem lebensgeschichtlich bedeutsamen Ereignis gibt (z.B.: Todesfall, Kündigung, Scheidung …). Ebenso ist bedeutsam, ob es in den Entwicklungsphasen von Kindheit und Jugend Hinweise auf Überforderungen, Ängste oder Depressionen gibt. Diese können begünstigen, dass Schmerzerkrankungen chronisch werden oder sogar zur Ursache einer psychosomatischen Schmerzkrankheit werden. Darüber hinaus wird geprüft, ob lang anhaltender körperlicher, psychischer oder sozialer Stress der letzten Jahre oder Monate für die Aufrechterhaltung der Schmerzen verantwortlich ist.

 

Physikalische Behandlungsmethoden

Physikalische Behandlungsmethoden zielen darauf ab, die Funktionen des Organismus zu verbessern oder wiederherzustellen. Hierbei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz.

Schmerzen – insbesondere chronische – können auch strukturelle und funktionelle Veränderungen am Bewegungssystem verursachen (z.B. unzureichend koordinierte Bewegungs- und Haltungsmuster, Bewegungseinschränkungen).

  1. Physiotherapie

    Zu Beginn steht bei physiotherapeutischen Behandlungen die Beeinflussung des Schmerzes durch spezielle Techniken und Übungen im Vordergrund. Im weiteren Verlauf wird versucht, das Schonungs- und Vermeidungsverhalten abzubauen und Alltagskompetenz zu entwickeln. Der Schmerz soll dadurch sowohl reduziert wie auch die allgemeine Leistungsfähigkeit aufgebaut werden.

    Die medizinische Trainingstherapie wird angewendet, um Bänder, Sehnen, Muskeln und Knochen wieder an Beanspruchungen heranzuführen.

    Wichtiger Bestandteil der Physiotherapie ist auch die Information der Patienten über die Zusammenhänge von Schmerz, Bewegungsverhalten und emotionalem Befinden sowie Beratung darüber, wie sie eigenverantwortlich zur Wiederherstellung und Förderung der körperlichen Funktionsfähigkeit beitragen können.

  2. Thermotherapie

    Unter dem Begriff Thermotherapie fasst man verschiedene Behandlungsverfahren zusammen, die auf der Anwendung von Wärme oder Kälte basieren.

    1. Wärmetherapie

      Wärmeanwendungen bewirken eine muskuläre Entspannung, wobei der körpereigene Stoffwechsel angeregt wird. Die positive Wirkung entfaltet sich dadurch, dass in erwärmten Geweben der Sauerstofftransport sowie die Nährstoffaufnahme bzw. die Abgabe von Abbauprodukten steigen. Durch den Temperaturanstieg im Gewebe wird auch die Immunabwehr verbessert. Von Seiten des Patienten wird Wärmetherapie überwiegend als angenehm und entspannend erlebt.

    2. Kältetherapie

      Bei der Kältetherapie werden Kältereize gesetzt, die den Stoffwechsel senken und die Reizleitungsfähigkeit der Nerven vermindern. Dadurch werden Schmerzen verringert. Ganzkörper-Kältetherapie beinhaltet eine Kälteexposition des gesamten Organismus (z.B. Kältekammer), lokale Kälteanwendung dient der Abschwellung, Schmerzlinderung und Entzündungshemmung (z.B. Eis-Kompressen, Eislolly).

      Kältetherapie wird von den Patienten meist als reizlindernd und belebend empfunden.


  3. Massagen

    Sanfte Berührung und eine behutsame Massage sind Lebenselixiere für uns alle. Sie steigern unser Wohlbefinden, fördern die Entspannung und helfen, Schmerzen zu lindern.

    Heilmassage ist eine ganzheitliche Therapie. Sie wirkt beruhigend auf den ganzen Körper und erleichtert das "Loslassen" von körperlichen und seelischen Spannungen. Die Heilmassage wirkt durchblutungsfördernd, lockert die Muskulatur und hat somit einen positiven Einfluss auf Muskelverspannungen, die Schmerzmodulation sowie Schmerzsymptomatik.

    Neben der klassischen Massage gibt es viele Sonderformen von Massagetechniken wie z. B. Akupunktmassage, Reflexzonenmassage, manuelle Lymphdrainage und Bindegewebsmassage. Allen Massagetechniken gemein ist ein durch mechanische Reizung ausgelöstes Reflexgeschehen, welches zu einer Schmerzlinderung beitragen kann.


  4. Elektrotherapie

    Als Elektrotherapie wird die medizinische Anwendung von elektrischem Strom bezeichnet. Es gibt unterschiedliche Verfahren, denen gemeinsam ist, dass Gleich- oder Wechselstrom durch den Körper fließt.

    Die Wirkung der Elektrotherapie umfasst Schmerzlinderung, Verbesserung von gestörter Muskel- und Gelenkfunktion sowie eine Verbesserung der Durchblutung des Gewebes und eine Lockerung der Muskulatur.

    Eine besonders gute Möglichkeit ist die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS), eine Stimulationsmethode zur Aktivierung des körpereigenen Schmerzhemmungssystems. Im Schmerzbereich werden Elektroden auf die Haut geklebt und auf eine besondere Frequenz eingestellt, die sich in der Regel nach der Art der Schmerzen richtet. Die Therapie sollte regelmäßig durchgeführt werden und kann mittels Heimgerät vom Patienten nach Einschulung eigenständig angewendet werden.


  5. Unterwassertherapie

    Unterwassertherapie ist ein Sammelbegriff und wird unterteilt in Unterwasserheilgymnastik und Unterwasserdruckstrahlmassage.

    Bei der Unterwasserheilgymnastik werden die physikalischen Eigenschaften des Wassers (Wärme, Auftrieb, Widerstand) genützt, um die Rehabilitation bei einer Vielzahl von Krankheitsbildern des Bewegungs- und Stützapparates und deren Schmerzbekämpfung zu unterstützen.

    Durch den Auftrieb im warmen Wasser wird der Körper leicht, fast schwerelos. Jeder Muskel braucht daher nur einen Bruchteil an Arbeit zu leisten, um in Bewegung zu kommen. Somit können gymnastische Übungen mit geringem Kraftaufwand durchgeführt werden. Zum besseren Training der Muskeln und Gelenke kommt die schmerzlindernde Wirkung von Wärme hinzu. Bei schnelleren Bewegungen nützt man den Reibungswiderstand des Wassers zum Muskelaufbau.

    Bei der Unterwasserdruckstrahlmassage wird durch den Unterwasserdruckstrahl die Muskulatur gelockert, Nebeneffekt ist die entspannende Wirkung des Wassers auf den Gesamtorganismus.


Weitere schmerzlindernde Therapiemöglichkeiten

 

  1. Akupunktur

    Akupunktur ist Teil der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin). Dabei werden an speziellen Punkten des Körpers Nadeln gesetzt, die die Selbstheilungskräfte stimulieren und Energieblockaden lösen sollen. Durch Drücken der Akupunkturpunkte können diese Regionen auch selbst stimuliert werden (Akupressur).

    Bei der Körperakupunktur werden feine Einmalnadeln in bestimmte Areale gestochen, wo sie etwa 30 Minuten verbleiben, während sich der Patient entspannt. Nach dem Verständnis der chinesischen Medizin wird durch den Nadelreiz der Energie (Qi)-Fluss angeregt und reguliert.

    Es ist wissenschaftlich nicht restlos geklärt, welche Mechanismen im Detail bei einer Akupunktur im Körper ablaufen. Der stimulierende Reiz der Nadeln führt unter anderem im Gehirn zu einer vermehrten Ausschüttung schmerzlindernder und stimmungsaufhellender Substanzen.

    Akupunktur kann heilen, was gestört ist, sie kann aber nicht „reparieren“, was bereits zerstört ist. So kann sie beispielsweise bei einer Gelenkerkrankung mit Knorpelschädigungen (Arthrose) nicht den Verlust des Knorpels rückgängig machen. Sie kann aber die damit einhergehenden Schmerzen an Bändern, Muskeln und im Bereich der Gelenkkapsel verringern.


  2. Neuraltherapie

    Neuraltherapie ist eine ganzheitliche Regulationstherapie, die gezielte Injektionen von Lokalanästhetika zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken einsetzt. Behandlungsziele sind Schmerzlinderung und die Regulation gestörter Funktionssysteme. Zur Anwendung kommt die Methode daher vor allem bei der Abklärung und Behandlung von sogenannten funktionellen Schmerzsyndromen. Darunter versteht man Schmerzzustände, die nicht oder nur zum Teil auf radiologisch nachweisbare Veränderungen zurückzuführen sind. Erkrankte, oft weit vom Ort des Schmerzes entfernt liegende Körperregionen, blockierte Gelenke oder Narben können entzündungsfördernde Substanzen freisetzen, die für die Entstehung und Aufrechterhaltung des Schmerzes verantwortlich sind. Gelingt es mit Hilfe der neuraltherapeutischen Anamnese und der speziellen neuraltherapeutischen Untersuchung und Diagnostik, diese, für den Schmerzzustand verantwortliche, erkrankte Körperregion zu finden, ist eine effektive Behandlung der Krankheitsursache möglich. Neuraltherapeutische Injektionen erfolgen hauptsächlich an typischen Stellen der Haut, der

    Muskulatur und an Knochenvorsprüngen und Narben. An Nervenstrukturen muss nur in wenigen Fällen injiziert werden. Der genaue neuraltherapeutische Wirkmechanismus ist wissenschaftlich noch nicht geklärt. Lokalanästhetika besitzen neben ihrer lokalanästhesiologischen Wirkung ausgeprägte entzündungs- und schmerzhemmende Eigenschaften.

    Bereits vorhandene Organschäden können durch Neuraltherapie nicht rückgängig gemacht werden. Die damit verbundenen Krankheitssymptome und Schmerzen können jedoch gemildert und dadurch ist es möglich, den Einsatz von schmerzstillenden Medikamenten zu senken. Neuraltherapie darf in Österreich ausschließlich von Ärzten durchgeführt werden.

    Weitere Informationen erhalten Sie unter www.neuraltherapie.at


  3. Biofeedback

    Biofeedback ist ein Therapieverfahren, das darauf basiert, nicht bewusst wahrnehmbare Körpersignale zu messen, zu verstärken und als wahrnehmbare Reize (visuell, akustisch) an das Bewusstsein zurückzugeben. Über diese Rückmeldung kann der Patient lernen, körpereigene Vorgänge willentlich zu beeinflussen und eine verbesserte Selbstregulation zu erzielen. Anspannungszustände können so gelindert und Schmerzen gesenkt werden.

    Biofeedback wird bei chronischen Schmerzen – vor allem bei Migräne und Rückenschmerzen – erfolgreich eingesetzt.


  4. Entspannungstraining

    Entspannungsverfahren führen zu einer Entspannungsreaktion und damit zu einer körperlichen und seelischen Beruhigung. Insbesondere bei chronischen Schmerzen lässt sich durch eine Veränderung der Schmerzwahrnehmung der Teufelskreis aus Schmerzen und ansteigender Muskelspannung durchbrechen. Ziel aller Entspannungsverfahren ist ein verbessertes emotionales und körperliches Wohlbefinden.

    Entspannungsverfahren verbessern die Selbstkontrolle des Patienten über seine körperlichen Zustände. Es wird für den Patienten möglich, sich vom Schmerz zu distanzieren und das Gefühl wird gemindert, dem Schmerz ausgeliefert zu sein. Außerdem lernt der Patient, sich auf das eigene Erleben zu konzentrieren. Das hilft dabei, störende Außenreize zu ignorieren und eigene Bedürfnisse besser wahrzunehmen.

    Der Schmerz kann die dominierende Qualität verlieren, wenn der Patient lernt, die Aufmerksamkeit auf eine angenehme Empfindung irgendwo anders im Körper zu lenken oder sich mit aller Aufmerksamkeit zum Beispiel in ein Musikstück zu vertiefen.

    Als Entspannungsmethoden geeignet sind beispielsweise Progressive Muskelrelaxation, Autogenes Training und Meditation.


  5. Progressive Muskelrelaxation (PMR)

    Die Progressive Muskelrelaxation (PMR) nach Jacobson ist eine Entspannungstechnik, bei der einzelne Muskelgruppen jeweils willentlich einige Sekunden angespannt werden. Danach wird die jeweilige Muskelgruppe bewusst entspannt (30 bis 50 Sekunden). Der Patient versucht dabei, den Unterschied zwischen Anspannung und Entspannung wahrzunehmen.

    PMR wirkt ausgleichend auf das vegetative Nervensystem und hat einen lindernden Einfluss auf Schmerzen (z.B. Spannungskopfschmerz, Rückenschmerzen und Migräne).


  6. Autogenes Training

    Autogenes Training ist eine auf Autosuggestion basierende Entspannungstechnik. Sie hat das Ziel, von innen heraus, ohne äußeres Zutun, Entspannung zu erreichen. Die Technik dient der körperlichen Entspannung und kann Schmerzen mildern.

    Beim Autogenen Training soll der Übende durch Lenkung seiner Aufmerksamkeit bestimmte Empfindungen des Körpers wahrnehmen bzw. sich vorstellen (z.B. „Mein rechtes Bein wird schwer und warm“). Damit bewirkt er eine Verringerung der Muskelspannung (Schwere) und eine Verstärkung der Durchblutung (Wärme).

    Diese Methode nutzt das menschliche Vorstellungsvermögen, um innere Bilder therapeutisch wirken zu lassen. Patienten können so lernen, ihre Schmerzen zu reduzieren bzw. die Belastung durch den Schmerz zu verringern.


  7. Meditation

    Achtsamkeitsbasierte Meditationsübungen können Schmerzpatienten helfen, ihren körperlichen Zustand besser zu akzeptieren, um so wieder mehr Energie und Kraft für Aktivitäten oder den Genuss der für sie bedeutsamen Dinge aufzubringen. Ziel ist eine Verbesserung der Lebensqualität.


  8. Hypnose

    Hypnose kann sowohl bei akuten (z.B. Zahnschmerzen) als auch bei chronischen Schmerzen (z.B. Kopf- und Rückenschmerzen) zur Schmerzlinderung eingesetzt werden.

    Der Therapeut führt den Patienten mithilfe von speziellen Texten in einen tiefen Entspannungszustand, die sog. Trance. Kennzeichnend dafür ist eine veränderte Zeit- und Außenwahrnehmung. In diesem Zustand ist das Gehirn besonders aufnahmefähig und kreativ. Der Schmerzpatient entwickelt innere Bilder und leitet darüber Veränderungsprozesse ein.

    Durch Hypnose verändert sich zudem die Schmerzverarbeitung. Das Leiden unter dem Schmerz wird nachweislich geringer, indem es dem Betroffenen gelingt, eine größere Distanz zum Schmerz aufzubauen.

    Im Rahmen der Selbsthilfe können die zusammen mit einem Therapeuten entwickelten Strategien auch als Selbsthypnose eingesetzt werden. Schmerzpatienten lernen hierbei zunächst, sich in einen Trancezustand zu versetzen und stellen sich dann die zuvor erarbeiteten inneren Bilder zur Schmerzkontrolle erneut vor. In der Regel kann in Selbsthypnose eine ähnliche Schmerzlinderung wie unter therapeutischer Anleitung erreicht werden.


  9. Manuelle Medizin und Osteopathie

    Manuelle Medizin bezeichnet die Untersuchung und Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungssystems mit den Händen. Die Osteopathie kann als Teil der Manuellen Medizin verstanden werden, in deren Zentrum die Unterstützung der Selbstheilungskräfte steht.

    1. Manuelle Medizin

      Ursprünglich beschränkte sich die manuelle Medizin darauf, die Beweglichkeit von bewegungseingeschränkten Gelenken wiederherzustellen und Blockierungen zu lösen. Inzwischen hat sich die Manuelle Medizin zu einem umfassenden diagnostischen und therapeutischen Verfahren entwickelt. Neben Gelenken werden Funktionsstörungen der Muskulatur, des Bindegewebes, der Aufhängungen innerer Organe, der Nervengleitfähigkeit sowie der Bewegungs- und Haltungssteuerung behandelt. Ziel ist es, die dem Schmerz zugrunde liegenden (funktionellen) Störungen zu behandeln.

      Die nachhaltige Wirkung der Manuellen Medizin bei akuten und chronischen Schmerzen ist auch wissenschaftlich nachgewiesen. Jedoch nur wenn der Patient selbst aktiv wird und ein Selbsthilfeprogramm umsetzt, lässt sich ein langfristiger Erfolg erzielen.


  10. Musik- und Kunsttherapie

    Auch kreative Therapien können dabei helfen, besser mit dem Schmerz umzugehen. Sie helfen dabei, sich zu entspannen, abzulenken, aber auch Emotionen besser auszudrücken.


  11. Sozialberatung

    Chronische Schmerzpatienten haben häufig mit persönlichen, beruflichen, familiären oder sozialen Sorgen zu kämpfen. Sozialberatung kann bei diesen Problemen und Fragestellungen Hilfe leisten.

    Dabei werden die genauen Lebensumstände, individuellen Wohn- und Arbeitsverhältnisse, die finanzielle Situation und vorhandene Ressourcen erhoben. Ziel ist es, Orientierung zu bestehenden Hilfsangeboten und Information zu sozialrechtlichen Ansprüchen zu geben, sowie bei der eigenverantwortlichen Lebensgestaltung vor allem hinsichtlich der Bewältigung des Alltags, der Pflege sozialer Beziehungen und der Arbeit zu unterstützen.