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eine Frau mit türkisem Trägertop sitz am Strand und meditiert, mit dem Rücken zur Kamera, im Hintergrund sieht man das Meer, die Wellen schlagen ans Ufer

Schmerz und Schlaf

Schmerzen haben als „Weckreize“ die Funktion uns aus dem Schlaf aufzuwecken, um uns vor weiterer Schädigung zu bewahren. Daher leiden Patienten mit Schmerzen häufig unter Durchschlafstörungen und weisen eine gestörte Schlafarchitektur auf, die von häufigen Phasenwechseln zwischen tiefem und oberflächlichem Schlaf gekennzeichnet ist. Beim chronischen Schmerz geht diese Warnfunktion verloren und es entsteht eine Fehlfunktion: Die Erholungs- und Regenerationsfunktion des Schlafes wird dadurch gestört. So kann ein Teufelskreis zwischen Schlafstörung und Schmerz entstehen, der die Schmerzen verstärkt und aufrecht erhält. Wer schlecht schläft bekommt Schmerzen und wer Schmerzen hat schläft schlecht.

Für diese PatientInnen ist hier vor allem Schlafhygiene wichtig. Ein regelmäßiges Aufstehen am Morgen etwa zur selben Zeit und nicht in den späten Vormittag hinein zu schlafen. Ebenso wirkt sich der Spätnachmittagsschlaf ungünstig auf den Schlafdruck am Abend aus, sodass eine Einschlafstörung entstehen kann.

Schlafstörungen können den Körper und die Psyche aus dem Gleichgewicht bringen. Gerade bei chronischen SchmerzpatientInnen ist ein guter Schlaf ein wichtiges Therapieziel!

Autor: Prim. Assoc. Prof. Priv. Doz. Dr. Martin Aigner, Universitätsklinikum Tulln